Der Festsaal der Erholungsgesellschaft Aachen wurde am Wochenende 14./15. März zur Backgammon-Arena. Dort fand die 3. Deutsche Meisterschaft des DBGV statt. 48 Teilnehmer hatten sich in verschiedenen Turnieren in ganz Deutschland qualifiziert. Leider musste zwei Tage vor Beginn ein Spieler krankheitsbedingt ansagen, doch auch dieser Platz konnte nach einigen Telefonaten kurzfristig durch einen Nachrücker besetzt werden,
Am Samstag standen 6 Runden nach Schweizer System auf dem Programm. Die ersten 16 qualifizierten sich für die Finalrunde am Sonntag, alle übrigen durften in der Consolation noch einmal antreten. Zum Glück kamen genau 16 Spieler auf 4 oder mehr Punkte, so dass keine Stichkämpfe notwendig waren. Eine Neuerung gegenüber den Vorjahren: Wer 5 oder 6 Siege erzielte, bekam bereits ein Preisgeld, unabhängig vom späteren Abschneiden am Finaltag. Der größte Batzen ging an Julian Becker, der alle 6 Matches für sich entscheiden konnte. Bemerkenswert war, dass keiner der drei angetretenen Großmeister die Finalrunde erreichte.
Unter den Finalisten war auch der Titelverteidiger Ralf Koch. Er drang bis ins Halbfinale vor, als er von Dirk Leinberger gestoppt wurde. Im anderen Halbfinale war Andi Walther gegen Torsten Haase erfolgreich. Das Endspiel war eine kurze Angelegenheit. Beim Stand von 2:1 für Dirk auf 9 Punkte war der Cube auf 8 angelangt. Andi sah schon wie der sichere Sieger aus, doch er musste einen späten Schuss geben. Dirk traf, drehte die Partie und kürte sich zum neuen Deutschen Meister.
In der Consolation konnten sich die Großmeister revanchieren. Volker Sonnabend setzte sich im Endspiel gegen Dirk Schiemann durch.
Als Auftakt-Event wurde Freitag und Samstagmorgen ein 6-rundiges BMAB-Turnier ausgetragen. Insgesamt 18 ehrgeizige Backgammon-Freunde fanden sich ein, zum Teil Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft, aber auch einige Gäste. Mit jeweils 5 Punkten teilten sich Cevdet Cebe und Stephan Hartmann den Hauptpreis. Wichtiger noch war für viele das erreichte Performance-Rating. Zwar konnte niemand die Großmeister-Hürde von 4,0 überspringen, doch Tilman Söhnchen blieb nur knapp darüber und konnte seinen PR-Durchschnitt verbessern. Der zweite Platz in der PR-Wertung ging an Rainer Birkle. Auf Platz 3 überraschte Toni Grab, nach eigener Aussage ein Hobbyspieler, der vorher noch nie auf seine PR geachtet hatte.
Die Veranstalter Marcus Reinhard und Jürgen Schettler haben aufgrund zahlreicher Feedbacks den Eindruck, dass sich die Teilnehmer in Aachen wohl gefühlt haben und ein freundschaftlicher Sportsgeist geherrscht hat. Ganz wenige Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
Die vollständigen Ergebnislisten und eine Fotogalerie sind auf der Webseite der Veranstalter verfügbar:
https://www.hirnakrobat-backgammonevents.de/dbgv-meisterschaft/
https://www.hirnakrobat-backgammonevents.de/bmab-turniere/
An beiden Tagen der Deutschen Meisterschaft war Rainer Birkle der Chefkommentator im Live-Stream. Unterstützt haben ihn Marcus Reinhard, Volker Sonnabend, Kalin Stefanov und Andy Hofmann. Die Matches können auf Rainers Youtube-Kanal nachgespielt werden. Dort sind auch (im Textbereich, unterhalb der Anzahl der Aufrufe) die XG-Files der gestreamten Matches hinterlegt.
https://www.youtube.com/watch?v=hH8QfuKyZX0&t=2s
https://www.youtube.com/watch?v=mj5LiX-29y0
Für den DBGV ist die Verbandsmeisterschaft, die beim Start vor zwei Jahren noch ein Wagnis war, inzwischen ein Erfolgsmodell, vor allem auch, weil es die Regionalturniere aufgewertet, in denen man um Ranglistenpunkte für die Qualifikation kämpft. Nachdem wir 2024 in der Mitte Deutschlands, 2025 im Süden und in diesem Jahr im Westen waren, würden wir gern für 2027 einen Ausrichter im Norden oder Osten finden. Wer Interesse hat, kann sich an info@bgverband.de wenden.




